Klinische Studien
Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin
Untersuchungsmethoden
Lungenfunktion
Mit der Messung der Lungenfunktion stellt der Arzt fest, ob sich die Lunge bei der Atmung normal ausdehnt und ob eine Verengung der Bronchien vorliegt. Eine Verengung der Bronchien kann damit frühzeitig entdeckt und therapiert werden. In speziellen Untersuchungen kann eine Überempfindlichkeit der Bronchien festgestellt werden. Außerdem kann erkannt werden, ob die Lunge das Blut unzureichend mit Sauerstoff versorgt.
Allergietest
Mit dem Haut-Prick-Test kann untersucht werden, ob eine Person auf eine bestimmte Substanz allergisch reagiert. Dabei werden verschiedene Allergene, wie Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittel, Schimmelpilze oder Hausstaubmilben, in Tropfenform auf die Unterseite des Unterarms aufgetragen. Anschließend wird die Haut mit einer feinen Lanzette oder Nadel oberflächlich eingeritzt. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Reagiert der Patient allergisch, rötet sich die Haut im Bereich des entsprechenden Allergentropfens nach kurzer Zeit und es bilden sich Quaddeln.
Nasenfluss-Messung
Wie frei oder verstopft die Nase ist, zeigt die Änderung der Luftströmung in der Nase an. Diese wird mit der Messung des Nasenflusses, der so genannten Rhinomanometrie, festgestellt.
Untersuchungen der ausgeatmeten Luft
In der ausgeatmeten Luft können Stoffe bestimmt werden, die eine Entzündung in der Lunge anzeigen. Es gibt verschiedene Methoden, mit denen die ausgeatmete Luft analysiert wird. Entweder wird die Luft aus der Lunge direkt in ein Messgerät ausgeatmet. Dieses Gerät kann das Atemgas direkt analysieren. Oder aber die Patienten atmen in ein Gerät, das die ausgeatmete Luft sofort kühlt. Der Wasserdampf im Atem gefriert dadurch und mit ihm zusammen die darin befindlichen Entzündungsstoffe. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt im Labor analysiert werden.
Untersuchungen im Blut
Zum Beispiel um die Auswirkungen von Allergenen (Pollen, Staub) auf das Immunsystem zu erfassen, werden chemische Botenstoffe, Immunzellen und Antikörper im Blut der Studienteilnehmer untersucht.
Allergische Symptome und Lebensqualität
Die Teilnehmer an Allergiestudien geben mit Hilfe von Fragebögen Auskunft darüber, wie stark die allergischen Symptome bei ihnen ausgeprägt sind und wie sie ihr Wohlbefinden und ihre Lebensqualität einschätzen.
Lungenspiegelung
Die Lungenspiegelung, auch Bronchoskopie genannt, erfolgt unter lokaler Betäubung und dauert etwa 20 Minuten. Der Arzt führt einen dünnen Schlauch mit einem Spiegel, ein Bronchoskop, durch die Nase in die Lunge ein. Er kann damit in die einzelnen Bronchien der Lunge sehen. Während dieser Lungenspiegelung können für weitere Untersuchungen Zellen aus den Bronchien herausgespült werden, die natürlicherweise in der Lunge vorhanden sind. Dieser Vorgang wird auch als bronchoalveoläre Lavage bezeichnet. Außerdem können stecknadelkopfgroße Proben aus der Schleimhaut der Bronchien entnommen werden. Die Entnahme von Gewebe ist nicht schmerzhaft, da die Bronchialschleimhaut keine Schmerzfasern enthält.


Social Bookmarks